09.11.2014; 22:50:07

Vorwort

Der Aufbau der CDI ist identisch in den meisten Modellen PX alt und PX Lusso und PK mit elektronischer Zündung. Die Bauteile auf der PX Lusso Zündgrundplatte (Pick-Up und Erregerspule), welche für die elektronische Zündung eingesetzt werden, sind identisch mit den Bauteilen auf der PX alt Zündgrundplatte.

Begriffbedeutung

Das Kürzel CDI steht für den englischen Begriff (Capacitor Discharge Ignition). Ins Deutsche übersetzt: Kondensator-Entladungs-Zündung. Rechtlich kann die englische Abkürzung der Kondensator-Entladungs-Zündung zu Problemen führen, da die Bezeichnung „CDI“ eine eingetragene Marke der Daimler AG ist. Das Funktionsprinzip einer CDI wird an Hand einer Ducati-CDI für die Vespa P200E erklärt.

Foto einer Ducati CDI mit 4 Anschlüssen (von links nach rechts): Zündschloss- bzw. Notauskabel (grün), Zündgeneratorkabel (grün), Zündgeberkabel (rot) und Massekabel (weiss).

 

Zündgrundplatte mit Pick-Up (Schwarzer Kasten) und Erregerspule (Spule mit Kupferblech und gelber Wickelung).

 

 

Position der CDI

  CDI an einem Vespa PX Motor. Bei dieser Verkabelung sind Reparaturen notwendig.

Die Position der CDI in einem PX Motor als auch in einem PK Motor befindet sich unter der rechten Seitenhaube. Zur Inspektion oder Reparatur im Bereich der CDI muss die Seitenhaube oder bei der PK der Deckel entfernt werden.

Funktionsprinzip

Erregerspule → Ladestrom

Die CDI  erhält von der Erregerspule, welche sich auf der Zündgrundplatte befindet, über ein grünes Ladekabel den Zündladungsstrom, welcher durch elektromagnetische Induktion über Permanentmagnet im Polrad und Erregerspule auf der Grundplatte erzeugt wird.

Dieser Strom lädt einen Kondensatoren innerhalb der CDI auf. Zuvor wird der Wechselstrom noch gleichgerichtet.  Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird gesamte Ladung durch einen Trigger über Zündspulen in das Zündkerzenkabel in Richtung Brennraum abgeben.


Pickup → Zündimpuls

Das elektrische Signal, der Zündimpuls, für den bestimmten Zeitpunkt der Abgabe der Ladung wird vom schwarzen Pick-Up, dem Signalgeber, auf der Zündgrundplatte über das rote Zündgeber-Kabel (Pickup-Kabel) in die CDI übertragen. Wie der elektrische Signalgeber den Zündimpuls aktiviert, das steht genauer beschrieben in dem Beitrag Elektrischer Signalgeber für Zündimpuls – Aufbau & Funktion›.

Die CDI ist mit einem gelben Kabel verbunden, welches von der Zündgrundplatte kommt. Lange Zeit wurde behauptet, dass dieses gelbe Kabel ein Massekabel sei. Das stimmt auch in gewisser Hinsicht, da dieses Kabel zu Masse führt. Der Hauptaufgabenbereich ist jedoch die Weiterleitung bei Spannungsspitzen, sollte in den elektrischen Bauteilen ein Defekt auftreten.

An der CDI ist noch ein weiteres grünes Kabel angeschlossen. Dieses kommt von dem Zündschloss oder dem Kill-Schalter. Steht das Zündschloss auf off, bzw. ist der Kill Schalter betätigt. So wird der gesamte Ladestrom in Richtung Masse geschickt (Siehe Zündschloss: Grünes Kabel an Pin 8 geht auf schwarzes Kabel Masse an Pin 7). Ein Zündfunke im Brennraum ist somit unmöglich.

Warum den Strom hoch transformieren?

Der Strom, welcher von der Erregerspule aus der Zündgrundplatte kommt, ist für die Zündkerze bzw. den Zündfunken nicht ausreichend. Durch Zündspulen in der CDI wird der Strom dann hochtransformiert. Die Zündkerze erhält durch die Hochtransformation innerhalb der CDI Spannungen und entlädt diese im Brennraum des Zylinders als Zündfunke, welcher das Treibstoff-Luftgemisch entzündet.


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