Nach der Eurovespa 2001› im Juni in Frankreich stand bei Kay und bei mir der Filthy & Sly Scooter Dive 14 in Dreisbach auf dem Terminkalender. Und Dreisbach liegt bekanntlich im oh so schönen Westerwald (Prima Damenschlüpfer). Kays Roller musste für das Treffen in die Garage, denn auf der Rückfahrt von der Eurovespa hatte sich in der Gluthitze auf der Autobahn der Simmerring auf der Kurbelwellenseite verabschiedet. Ich fuhr also kurz vor dem Filthy & Sly Treffen zum Kay und wir schraubten gemeinsam bei leckeren Moritz Fiege Hefeteilchen am Motor seiner PX200 Bergmannwespe. Bergmannwespe deshalb, denn der Roller stammte von einem in Rente lebenden alten Bochumer Bergmann. Meine Polossi› 210 Vespa hatte die Eurovespa sehr gut überstanden.

Ersma Motor machen …

Im Laufe dieser Schraubaktion bekam der bis dahin original gebliebene Motor in der PX von Kay einen SIP Performance Edelstahl Auspuff› verpasst. Die Sache ging noch weiter. Zudem wanderte ein Malossi 210 alt› mitsamt 57 mm Mazzuchelli DS Kurbelwelle›, Polini DS Ansaugstutzen› und Dellorto PHBH 30› in den Motor. Kay war also auf der Suche nach etwas mehr Pepp. Die Schrauberei dauerte an bis einschließlich 7. September, einem Freitag. Ich hatte früh Schluss an der Uni und Kay hatte doch Dienst. Ich hatte von ihm Schlüssel für seine Wohnung und die Garage. Ergo fuhr ich mit Rungepäck zu seiner Garage und schraubte die restlichen Bauteile des Motors zusammen. Der Motor war soweit schon fertig. Wir hatten spontan noch entschieden, eine 23 Zähne Cosa Kupplung zu verbauen.

Abfahrt nach Dreisbach

Am späten Nachmittag kam Kay von seinem Dienst heim mit 2 CPM-Schalen und 2 Fiege. Wir futterten den Mampf in der Garage herunter und da die Wurst bekanntlich schwimmen muss, wurde mit Fiege nach gespült. Wir breiteten eine Karte vor der Garage aus und schauten uns noch einmal die Strecke nach Dreisbach an. Bei Witten auf die A-45. Und dann immer nach Süden über Schwerte, Hagen, Lüdenscheid und Olpe. Bei Breitscheid dann runter von der A-45 und dann wären wir auch schon in Dreisbach. Sind etwas über 150 km. Mit Tanken würden wir ca. 2 1/2 Stunden unterwegs sein.

Alles klar. Denn man los. Direkt auf den ersten Autobahnkilometern bemerkten wir schon die dunklen Wolken am früh abendlichen Himmel. Dicke fette Regenwolken. Vielleicht würden wir es ja noch bis Dreisbach schaffen ohne Regen. Denkste. Innerhalb von kurzer Zeit begann ein Regenschauer, der den Asphalt der Autobahn regelrecht überschwemmte. Innerhalb kürzester Zeit stand uns das Wasser bis zu den Felgen. Also vorsichtig fahren. Am Roller von Kay zuckten Flammen aus dem nagelneuen Resonanzauspuff. Kay gab mir mit Handzeichen zu erkennen, dass der Motor plötzlich ziemlich bescheiden fuhrt. Als rauf auf die nächste Autobahnraststätte.

Wir tankten erstmal unsere Roller voll, denn wir fuhren schon fast auf Reserve. Ich konnte mir gut vorstellen, was bei Kays Motor nicht stimmte. Durch den Starkregen ist Wasser in die Zündanlage geraten und störte den Zündvorgang. Fragt sich nur wo an der Zündanlage? Also Seitenhaube ab und schnell war der Übeltäter gefunden. Es war das Gummi auf der CDI. Es war schon ziemlich bröselig und so gelangte Wasser an die Kabel. Derweil telefonierte Kay schon mit dem ADAC und Minuten später fuhr neben uns ein gelber Wagen. Der ADAC Mann hilf uns aus mit Panzerband und Fett. So konnten wir die CDI mit ihren Kabeln gegen die Nässe schützen.

Und weiter ging es. Wir hatten noch fast 100 km vor uns. Der Starkregen hörte nicht auf. Eine schöne Anfahrt war das nicht. Die Regenstrecke erforderte ein Höchstmaß an Konzentration. Dementsprechend erschöpft waren wir auch, als wir in Dreisbach auf dem altbekannten Rungelände ankamen. Der Nighter in der Hütte lief schon. Wir bauten unserer Zelte auf und dann wemmsten wir uns zu mit Fleisch auf Feuer und Cocktails. Das hatten wir uns verdient. Dazu kamen, wie auf jedem Run-Nighter, Benzingespräche mit irgendwelchen Leuten, die Du nie in Deinem Leben vorher gesehen hast. Egal. Thema Vespa, dazu Fleisch und Schabau. Das verbindet.

Eine weiße Rally 200. Der Besitzer der Rally war, wie wir, auf der Eurovespa 2001 in Frankreich. (Foto: Carsten-André vom Hidden Power SC)Der nächste Morgen verriet mir: Die letzte Nacht war nicht all zu schlimm. Leicht angetüddelt war ich aber ansonsten fit. Es kann ja schon mal sein, dass man auf allen vieren zurück ins Zelt kriecht oder aber man kriecht und kriecht und findet noch nicht einmal das Zelt. War aber nicht so. Auf der Suche nach was Essbarem sah ich eine weiße Rally, die auch auf der Eurovespa in Frankreich war. Das Treffen in Dreisbach war auch teilweise wieder international. Lustigerweise versteht man manch einen Engländer hin und wieder besser, als wenn Du da jetzt einen Würtemberger oder Bayern reden hörst. Sächsisch hörst auf einem Treffen gar nicht. Wenn dann Angelsächsich. Die Scooter Dive Crew hat sich nicht lumpen lassen und für uns ein Frühstück organisiert. Fast wie bei Mutter.

Der Rest muss noch abgetippt werden. Den Beitrag hatte ich zwischenzeitlich nur offline ausgedruckt zur Verfügung.

Die Gewinner der Pokale

Die Informationen über die Gewinner der Pokale sind überliefert durch Käthe & Carsten-André vom Hidden Power S.C..

weiteste Anreise:
Best Vespa:
Best Lambretta:
Best Classic:
Best Engineering:
Smallframe Superstar:
Powerstar Bigblock:
Nude Superstar:
Best Wombatz:
Faß ohne Boden:
Harry Barlow + Andy Beadnell, Leicester (GB)
Immortal Memories MK2, Peter Werhand
dl 200, Carsten-André Gey (Hidden Power SC Hagen)
Sprint, Gerrit (Pirates SC Ruhrpott)
Vespa 150 Gespann, Egon Günther (V.D.T. RC)
Vespa PK 125 S mit 16 PS, Harry Hirsch – Aachen
Rally 200 mit 26,4 PS, Henning Ruckstuhl – Giessen
S***n S*****r (Speed Breed S.C. Nürnberg)
Harry (noch einer), Nürnberg
Wilfried (oder anders), 
Krankenhaus Bad Marienberg zur Ausnüchterung

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