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Veröffentlich am: 7. Okt. 2016, 16:55 von Maxima Bernert

Einleitung

Im Jahre 2008 gab es bei Piaggio einen neuen Typen zu vermelden. Die Vespa GTS 300. Sie wurde mit einem 278 cm³ großen Motor eingeführt, wobei bei diesen Modellen auch das Erscheinungsbild leicht abgeändert wurde: Die Felgen erhielten eine schwarze Lackierung, die Kaskade mit kantigerem Design und ohne Standlicht, abgedunkelter Scheinwerfer, analoge Armaturen, serienmäßig ohne Gepäckträger und die Sitzbank mit einem weißen Keder. Die Lüftungsschlitze in der rechten Seitenverkleidung, die allerdings keine Motorkühlung bewirken. Ihre Hauptaufgabe scheint es wohl zu sein, an die Vespa 150 GS von 1955 zu erinnern. Die erfüllen sie.

Vespa GTS 300 – Beliebtheit

Die GTS 300 war 2016 der Kraftroller mit den meisten Neuzulassungen in Deutschland. Und auch 2017› schaut es so aus, als wenn die GTS bei den Neuzulassungen nicht geschlagen wird von einem anderen Modell. In der Vespa-Szene ist der Roller sehr beliebt. Das zeigte sich beispielsweise 2017 auf den Vespa World Days in Celle›.

Motor der Vespa GTS 300

Mehr Bohrung und Hub ergeben 34 Kubikzentimeter mehr Hubraum als bei der GTS 250, auf deren Motor der 300er aufbaut und, als Zweck der Operation, zehn Prozent mehr Drehmoment bei weniger Umdrehungen. In Zahlen: 278 statt 244 Kubikzentimeter, 22,3 statt 20,1 Newtonmeter bei nur 5000 statt bei 6500/min. Viel Arbeit, so Piaggio, habe man investiert, um diese bullige Leistungscharakteristik zu erreichen. Alteingesessenen Vespa-Piloten und Pilotinnen kommt dieses Gefährt vor, wie eine aufgemotzte Vespa PX mit Polossi Motor auf 60 mm Hub.

Ein herausragender Effekt: Das wassergekühlte Einzylinder-Viertakt-Antriebsagregat begeistert von der ersten Sekunde an durch seine fulminante Kraftentfaltung. Die 300er-Vespa reißt an der Ampel an wie noch kaum eine andere serienmäßige Vespa vor ihr. Sie lässt die Automeute binnen Sekunden im Rückspiegel verschwinden. Allerdings hat man so auch mir nichts, dir nichts 70 oder 80 km/h drauf. Und bei langsamer Fahrt will das Gas mit gefühlvoller Hand dosiert werden, so kraftvoll packt der Motor zu. 118 km/h nennt Piaggio als Höchstgeschwindigkeit, 121 km/h lief der Testroller von der Autorin.

Seit 2009 wird dieses Modell auch mit einem 124 cm³ großen Einspritzmotor als Vespa GTS 125 i.e. Super angeboten. Seit 2012 gibt es den 278 cm³ große Motor auch in der Vespa GTS 300 i.e., die im Design einer Vespa GTS 250 i.e. ähnelt, allerdings über analoge Instrumente verfügt. Eine Abwandlung sind die seit 2008 vorgestellte Vespa GTS 300 i.e. Super Sport und die im Jahr darauf angebotene Vespa GTS 125 i.e. Super Sport, die sich durch eine matte Lackierung und eine Sportsitzbank vom Grundmodell unterscheiden. Eine weitere Abwandlung stellt die GTS Touring dar, die eine kurze Scheibe und einen Frontgepäckträger hat und ebenfalls nur mit dem 278 cm³ großen Motor erhältlich ist.

Vespa GTS 300 Fahrwerk

Die selbsttragende Karosserie ist aus Stahlblech gefertigt. Das hat bei Piaggio Tradition. Die Einarmschwinge vorne erinnert an die Spornräder alter Propellerflugzeuge. Die Triebsatzschwinge ist mit zwei Federbeinen ausgestattet und mit einstellbarer Federbasis hinten. Die Scheibenbremse vorn hat einen Durchmesser von 220 mm, die Scheibenbremse hinten hat ebenfalls 220 mm Durchmesser.

Alu-Räder 120/70-12 51P; 130/70-12 62P
Reifen 120/70-12 51P; 130/70-12 62P
Bereifung im Test Pirelli GTS 23/GTS 24

Vespa GTS 300 Design

Von dem alten klassischen Design ist die aktuelle 300er zwar mittlerweile meilenwert entfernt, grundlegende Anleihen an die alte Formensprache der alten Wespen sind aber dennoch vorhanden und erkennbar. Wer auf keinen Fall einen Spaceroller mit Teleskopgabel und großen Rädern und eingebautem Kofferraum und aggressiver Attitüde fahren will, der ist mit der GTS 300 gut bedient.

Variationen der GTS 300

 

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1 Kommentar

Asbirg Bernert

Asbirg Bernert · 18. August 2017 um 18:33

Verarbeitung typisch Vespa. Da darf man nicht zu viel erwarten. Geht aber weitgehend in Ordnung.
Passgenauigkeit ist normal. Also ich habe da bisher keine Probleme gehabt. Das Fahrwerk ist schon etwas ganz Tolles. Wenn man von der Vespa PX kommt, so ist man hellauf begeistert. Da bleiben keine Wünsche übrig. Leistungstechnisch ist die GTS schon sehr herausragend. Drehmomentstark mit wirklich sehr gutem Anzug & Beschleunigung. Die GTS ist derzeit das Topmodell und man bekommt deswegen auch bei vielen Händlern Ersatzteile für diesen Roller. Zubehör gibt es auch in Hülle und Fülle, das erinnert sehr stark an die PX. Sitzbänke, Windschilder, Gepäckträger. Was das Herz begeht. Der Preis mit weit über 5000 Euro ist natürlich satt. Da kriegt man andere Roller durchaus günstiger in der Klasse. Auch die Preise für die Ersatzteile sind ziemlich heftig. Für einen PX Scheinwerfer bezahle ich 40 Euro und bei der GTS sind es schon über 100 Euro.

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