Die Hoffmann-Werke in Lintorf bei Hannover waren der Lizenznehmer Piaggios für die Fertigung der Vespa in Deutschland. Der Unternehmer Jakob Oswald Hoffmann produzierte zunächst Fahrräder, ab 1949 auch Motorräder, und nahm ab März 1950 die Serienproduktion der Vespa auf.

Geschichte der Firma Hoffmann & der Hoffmann-Werke

Der Gründer der Hoffmann-Werke war Jakob Oswald Hoffmann. Er wurde am 13. März 1896 in Düsseldorf geboren. Ob Hoffmann weitere Geschwister hatte, ist nicht bekannt.

Die Eltern betrieben in Düsseldorf eine Konditorei. Jakob  absolvierte nach der Volksschule eine Ausbildung zum Bankkaufmann in Düsseldorf. Im Jahr 1919, ein Jahr nach Ende des 1. Weltkrieges, begann seine Unternehmerische Tätigkeit.

Der zu diesem Zeitpunkt 23-jährige war Teilhaber an der Tabakwarengroßhandlung „Rehl & Co“ in Düsseldorf. Nach anfänglichem Erfolg und auf Grund der Wirtschaftskriese endete diese Station 1924. Von 1924 bis 1929 versuchte sich der inzwischen 33-jährige erneut als Rauchwarenhändler in Düsseldorf. Er scheitert aber erneut.


Kölner Innenstadt im letzten Jahrhundert.

Unternehmungen im Zweiradbereich ab 1932

1932 beginnt Hoffmann erstmals seine unternehmerischen Tätigkeiten auf dem Feld der Zweiräder. Er gründet in der Kölner Innenstadt eine Verkaufsgesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Gegenstand des Unternehmens ist der Verkauf von „Opel“ Fahrrädern. Auch hier währt das Glück nicht lange. Im August 1934 wurde das Konkursverfahren eröffnet. Jakob Oswald Hoffmann war zu diesem Zeitpunkt schon in einer andern Firma involviert: Die Fahrradfabrik von Franz Schaaf in Solingen.

Schon im Juni 1934 (Also 2 Monate, bevor seine GMBH in KölninKonkurs ging) wurde er persönlich haftender Gesellschafter der erst Anfang 1934 gegründeten Firma „Fahrradbau Franz Schaaf“ in Solingen, die später in „Solinger Fahrradfabrik“ Franz Herbert Schaaf umbenannt wurde.

Dem Firmeninhaber Franz Herbert Schaaf wurde gleichzeitig die Prokura entzogen und seine Tätigkeit auf die Funktion eines „Expedienten“ beschränkt.


In Solingen wurden erfolgreich Fahrräder hergestellt und vertrieben. Das änderte sich ab 1939. Ab dieser Zeit wurde wie in vielen andern Betrieben die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt, so wurden unter anderem Mienen, Zünder, Hülsen und Panzer-Granaten hergestellt. Grund hierfür waren die politischen Verhältnisse in Europa. Deutschland war im Krieg mit Polen. Und England hatte Deutschland den Krieg erklärt. Die Solinger Fahrradfabrik wurde immer wichtiger für das Reichsministerium für Rüstung, so wurde das Werk 1942 mit der Entwicklung und Fertigung der neuen 3,7cm Stielgranate beauftragt. Hierzu wurde in Solingen Gräfrath im stillgelegtem Werk der Vereinigten Seidenwebereien eigens einen Betrieb für Entwicklungsaufträge aufgebaut .

Aufgrund seiner Verdienste im Rahmen der Wehrbeschaffung soll Jakob Oswald Hoffmann im September 1943 von Adolf Hitler persönlich das Kriegsverdienstkreuz erster Klasse verliehen worden sein.

Jakob Oswald Hoffmann soll in der Solinger Fahrradfabrik jüdische Zwangsarbeiter eingesetzt haben, um dem geforderten Produktions-Soll an Granaten und Sprengköpfen gerecht zu werden.  Mehrfach wurden die katastrophalen Arbeitsbedingungen, Unterbringung und die Verpflegung der Zwangsarbeiter von den zuständigen Behörden beanstandet. Jakob Oswald Hoffmann nahm jedoch die ständigen Kontrollen in seinem Betrieb nicht mehr hin und lies seine Kontakte spielen als „kriegswichtiger Rüstungskonzern“.

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges endet auch die Produktion in der Solinger Fahrradfabrik; ein Großteil der Produktionsflächen liegt nach alliierten Bombenangriffen in Schutt und Asche.

Hoffmann-Werke


Weblinks

  • http://www.tornax.de/hoffmann-werke/index.html; . . . . . . . . .  weiter»
  • Internetpräsenz der Rollerfreunde Siebengebirge; . . . . . . . . . .  weiter»

 

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