Typengeschichte Vespa P200E (VSX1T)

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Veröffentlicht am: 28. Oktober 2014 17:02

Der folgende Beitrag befasst sich mit der P200E Typengeschichte, also der Entstehung und Entwicklung der Vespa P200E. Vespa steht für Wespe, P steht für den Hersteller Piaggio, 200 steht für den Hubraum und E steht für die elektronische Thyristor-Zündung. Die P200E wurde von 1977 bis 1982 gebaut. In Deutschland war das Modell ab 1978 zu kaufen und besaß im Gegensatz zur ersten italienischen Version (Senza Frecce) Fahrtrichtungsanzeiger. Die italienische P200 E war schon im Jahre 1977 auf dem Markt.

Typengeschichte: Wie kam es zum Bau der P200E?

Bild 2: 3D Bild einer Vespa von 1946 mit 98 ccm Zylinder. (BQ)

Ein weiter Rückblick: Im Nachkriegsjahr 1946 ließ das Flugzeugwerk Piaggio die Vespa, zu deutsch Wespe, in Produktion gehen. Die Flugzeugingenieure hatten nichts weiter gemacht, als eine Spritzwand mit Bugrad und Heckmotor zu bauen. Motorradkenner hielten die Wespe eher für eine Eintagsfliege. Doch der Spott hielt nicht lange. Schon 1956 wurde die millionste Vespa gebaut. Und bis in die späten 70er wurden ca. 6 Millionen Wespen gebaut.

Design – Die neue Linie

In der Mitte der 1970er Jahre war das Design der Vespa fast so weit verfeinert, wie es war in der Lage war, zu gehen. Allerdings wandelten die Vorlieben der Konsumenten und neue Technologien, gepaart mit neuen Regelungen, führten dazu, dass Piaggio die Vespa völlig neu gestalten musste. Das Ergebnis dieses Gesamt Re-Design wurde die P-Serien Vespa. Es war so ein großer Bruch mit dem früheren Stil und der Design-Philosophie, dass viele eingefleischte Rollerfahrer die P-Serie nicht mehr als „klassische Vespa“ betrachteten. Zu viel Plastik, fremde neue Formen. Genau diese Produktskepsis findet man auch heute noch, wenn es draum geht, den Zustrom von neuen Automatikrollern innerhalb der Szene zu kommentieren. Die P-Serie jedoch hat mittlerweile ihren Platz in den Reihen der Klassiker gefunden. Und ihre Symbiose aus Ästhtetik und Funktionalität ist weltweit anerkannt.
p200e fertigung

Seitenhauben der Vespa P Serie in den Fertigungshallen um 1978. (Foto: Motociclismo 1978)

Die P-Serie wurde Ende 1977 in Italien ausgeliefert. Im Sommer 1978 wurde sie in Deutschland auf der Motorradmesse in Köln ausgestellt. Es gab sie in 3 verschiedenen Modellen: Die P125X, P150X und P200E. Der einzige Unterschied zwischen den Modellen war in der Größe der Motoren, die verbaut wurden. Die Rahmen auf allen dreien waren identisch. Dies war eine große thematische Abkehr von früheren Vespas, wo jedes der Modelle einen individuellen Rahmen hatte. Man kann davon ausgehen, dass dies geschah, um zu rationalisieren und die Produktion zu straffen. Die Produktionkosten und die Entwicklungskosten wurden somit niedrig gehalten.
Der Rahmen

Der neu konzipierte Rahmen der P-Reihe war körperlich größer im Vergleich zu den bisherigen Modellen. Die Hauben wurden kantiger und hatten ab ca. 1978 integrierte Fahrtrichtungsanzeiger. Der elektrische Kontakt für die Blinker wurde durch den Sicherungsstift für die Motorhaube weitergeleitet. Auf der Vorderseite, im Beinschildbereich der P-Serie, wurden die Fahrtrichtungsanzeiger an den Seitenrändern des Beinschildes befestigt. Die vorderen Kotflügel wurde ebenfalls vergrößert und in einer quadratischen Form entworfen. Der Kotflügel bzw. die Kaskade wurde ebenfalls volumiöser. Die vorher noch sichtbare Hupe verschwand in der Kaskade. Die Kaskade verbarg auch eine großes verteilsegment für Stromkabel. Auf der anderen Seite des Beinschildes, bekamen alle P-Modelle ein volumiöses Gepäckfach

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