Bunt werden die Wälder, gelb die Stoppelfelder.1Aus einem Liedtext von Hannes Wader (ca. 1990) Kurz nach dem Abrollern bei den Vespaclubs und Fahrgemeinschaften kündigt sich der Herbst an. Du musst nicht auf den Kalender schauen, um zu wissen, dass es Herbst wird. Ein Blick auf die Laubbäume genügt. Fährst Du mit der Vespa auch zu dieser Jahreszeit, so werden Dir folgende Hinweise im Gedächtnis helfen, mit den Tücken dieser Jahreszeit zurecht zu kommen.

Bauernglätte und Co.

Vespa Fahrer gib fein Acht: Der Herbst hat Tücken mitgebracht.

Bei viel Blättern und viel Nässe, legst Du Dich schnell auf die Fresse.

#weissebescheid

Durch die Arbeit in der Landwirtschaft entsteht jede Menge Schmutz von Traktoren, Ernte- und Forstfahrzeugen. Hinzu kommen Laub und Fallobst, die besonders in Verbindung mit Feuchtigkeit und Nässe die Straße mit einem gefährlichen Schmierfilm überziehen. Die sogenannte Bauernglätte ist eher auf Landstraßen und kleineren Wegen anzutreffen, wohingegen Laub auf Verkehrsstraßen in den Städten anzufinden ist.

Runter vom Gas & sanftes Handling

Je geringer die Geschwindigkeit, um so weniger muss man die Bremsen beanspruchen. Du kannst nun sanft bremsen, ohne Gefahr zu laufen, auf der verschmutzten Fahrbahn weg zu rutschen.

Vermeide abrupte Lenkmanöver und beschleunige aus den Kurven behutsam wieder heraus. Sei besonders wachsam in Gegenden, welche Du ziemlich selten oder gar nicht fährst. Die Asphaltbeschaffenheit kann variieren. Bei Asphalt mit geringer Rautiefe rutscht die Vespa schneller weg. Spontane Lichtblendungen können Deine Fahrsicherheit beeinträchtigen. Extreme Schräglagen sind tabu.

Morgenstund bringt Frost am Grund

In der Zeit am Morgen und bereits am frühen Abend kann es im Herbst empfindlich kalt werden. Vor allem im Spätherbst führt dies zu Glätte auf dem Asphalt. Auf Brücken und Waldstraßen tritt dieser Effekt besonders auf. Wir verweisen hier auf den Themenpunkt Runter vom Gas & sanftes HandlingAllgemein beginnt die Gefahr von Winterglätte bei ∼ +4 °C. Hier beginnen moderne Fahrzeuge mit Temperatursensoren und Bordelektronik eine Glättewarnung zu geben. Da unsere gute alte Vespa ab Werk über solche Sensoren nicht verfügt, sollten wir uns bei Wetterdiensten vor der Fahrt schlau machen. 

Warm durch die kalte Jahreszeit

Bereits im Herbst kann es in bestimmten Regionen empfindlich kalt werden. Zur Standardausrüstung gehört deshalb wärmende Funktionswäsche, die unter der Schutzkleidung getragen werden kann. Vespa- Fahrerinnen und Fahrer sollten mit sicherer und kontrastreicher Schutzkleidung unterwegs sein. Reflektoren sind das i-Tüpfelchen.

Mit kalten Fingern lassen sich Hebel, Schalter und Lenker nicht mehr einwandfrei bedienen, die Reaktionsfähigkeit nimmt ab. Abhilfe hierbei schaffen entsprechend wärmende Handschuhe oder Heizgriffe.

Tiefstehende Sonne beeinträchtigt die Sicht

Licht- und Sichtverhältnisse ändern sich aufgrund der tief stehenden Sonne. Die Blendgefahr wird größer. Andere Verkehrsteilnehmer aber auch Du können den allgemeinen Verkehr schlechter wahrnehmen. Durch die schmale Silhouette werden Vespa- Fahrerinnen und Fahrer noch leichter übersehen. Wir empfehlen grundsätzlich eine vorausschauende Fahrweise, um im Notfall noch rechtzeitig reagieren zu können. Das Helmvisier muss sauber sein und darf keine Kratzer aufweisen, da es bei tief stehender Sonne zu Streulicht und so zu einem gefährlichen Blindflug kommen kann. Zusätzliche Abhilfe gegen Blendgefahr verschafft eine Sonnenbrille oder ein getöntes Visier. 

Vespa  in einem einwandfreien technischen Zustand?

Die technischen Baugruppen an der Vespa wie Lichtanlage, Blinker und Bremsen müssen einwandfrei funktionieren. Zu überprüfen ist auch der Reifendruck und das Reifenprofil. Gerade im Spätherbst bei niedrigen Temperaturen empfiehlt es sich, auf einen speziellen Winterreifen umzusteigen. Bei diesen Reifen ist die Gummimischung speziell und die Bodenhaftung ist gewährleistet.

Kategorien: Wissen

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