StartseiteWissenWartung und Inspektion › Vespa P200E VSX1T *66647* 2019
Veröffentlicht: 24. Jan 2019 @ 14:18. Letzte Revision: 05. Sep 2019 @22:03
Ralf Peters›, 2125 Wörter, 24 Bilder und 0 Fußnoten. Beitrag ID: 9898.

Allgemeine Überlegungen

Vespa P200E VSX1T *66647*21.03.2019: Vergaser Dellorto PHBH 30 mit Ram Air Luftfilter und CMD Snake Head.

 

 

 

 

 

 

2018 war bei der P200E Stillstand. Ich habe kaum etwas an dem Roller gemacht. Zu viele andere Baustellen waren wichtiger. Und ich konnte mich nicht dazu aufraffen, den Roller für den Straßenverkehr her zu richten. Irgendwie fehlte mir das notwendige Gesamtkonzept. Das war wohl der eigentliche Grund.

Ram Air Luftfilter – Januar 2019

Zwischenzeitlich habe ich den Ansaugschlauch am Dellorto PHBH 30› entfernt und durch einen Ram Air› ersetzt. Ende Januar 2019 habe ich es dann gewagt und die Plane von dem Roller abgezogen. Ich hatte schon gruselige Vorstellungen darüber, wie Teufelchen Rost über das Blechkleid hergefallen sei. Jedoch lösten sich die bösen Vorahnungen in Luft auf, als ich den Roller erblickte.

Lackfarbe

Am Polrad konnte ich zwar ein wenig Flugrost entdecken. Der gesamte Roller hat aber das Pausenjahr gut überstanden. Kein Rost. Die 1K Grundierung scheint besser als ihr Ruf in der Rollerszene zu sein. Als Gegenargument darf nicht fehlen, dass die meisten Stellen am Rahmen durch den angeschliffenen 2K Lack bedeckt waren und dass dort der 1K Lack nur eine dünne Schicht drüber bildete. Die Grundierung werde ich erst einmal so lassen. Mir geht es in erster Linie um die Fahrbarkeit des Rollers. Außerdem sind noch einige Veränderungen geplant. Beispielsweise am Lenker durch die Montage einer neuen Bremspumpe. Ich habe aber schon eine Farbe oder besser 2 Farben in der Auswahl. Und zwar handelt es sich um die Farben RAL 7037 oder  RAL 7039.

Eine von beiden wird es werden. Ich tendiere sehr stark zu RAL 7037 „Staubgrau“. Dieser Farbton wird gut zu meiner Carbonsitzbank passen, die ich gerade frei lege. Ebenfalls gut zum Farbton wird der polierte Edelstahlauspuff passen. Ich werde wohl den Roller selbst lackieren und zwar aus der Dose. Mittlerweile gibt es Lackdosen mit 2K Lack, in welche ein spezieller Härter integriert ist. Nachteil, man muss, sobald der Härter aktiviert ist, die Dose zügig leer sprühen (ca. 8 Stunden). Vorteil ist: Die Lackierung wird kostengünstig. 5 Dosen für jeweils 16 Euro macht 80 Euro.

Kopftuning – Mai 2019

Modifizierter originaler Zylinderkopf (MMW) mit abgeplanter Dichtfläche. Die Kante zwischen Dichtfläche und Quetschfläche betrug vor der Bearbeitung ca. 1,9 mm. Jetzt sind es nur noch 0,8 mm.  Quetschkante messen am Malossi 210 alt. Am äußeren Rand betrug die Quetschkante 0,8 mm. Im Bereich zur Brennraumkuppel beträgt die Quetschkante 1,5 mm. Das ergibt einen positiver Öffnungswinkel, welcher Spielraum für eine Kompressionsraumverkleinerung ermöglicht.

Am Zylinderkopf habe ich die Dichtfläche weiter abgeschliffen auf 0,8 mm Quetsche. Einen Beitrag dazu habe ich bereits im Archiv veröffentlicht›. Wie sich diese Veränderung auf den Motor auswirkt, habe ich noch nicht erfahren, da derzeit die Bremsen gemacht werden. Der Motor wird sicherlich besser auf die Gasannahme reagieren und das Drehmoment wird sich über den gesamten Drehzahlbereich erhöhen.

Beim Einbau des Zylinderkopfes habe ich vorab noch einmal die Quetschkante gemessen. Am Außenrand sind es 0,8 mm und im Zentrum der Quetschfläche zum Übergang Brennraumkuppel sind es 1,5 mm. Daraus ergibt sich ein positiver Öffnungswinkel von 19,84 Grad. Das Verdichtungsverhältnis liegt im Bereich 11 zu 1.

Motorkomponenten 2019

Stand: 17.08.2019

  • Motor: VDE1M – P200E. Einlass bearbeitet und angepasst an Polini Ansaugstutzen› mit Spacer. Feinschliff kommt noch.
  • Zylinder: Malossi 210 alt Zylinderkit› mit vergrößerten Fußfenstern. Auslass in die Breite gezogen (Trapez). Sehnen-Maß ca. 67-68% der Bohrung. Dazu ein Asso Kolben 68,5 mm mit entfernten schraffierten Flächen und Polini Kolbenbolzen. Die Steuerzeiten liegen  bei ∼ 180/120.
  • Zylinderkopf: MMW (gekauft 2000) und selbst optimiert. Mit 0,8 mm Quetsche außen am Kolbenrand und 1,5 mm Spiel an der Grenze zwischen Quetschfläche und Brennraumkuppel. Berechnetes Verdichtungsverhältnis von ∼ 11,3:1 und Zylinderkopfvolumen von ∼ 20 ccm. Der positive Öffnungswinkel beträgt 19,84 Grad.
  • Kurbelwelle: Mazzuchelli Rennwelle 57 mm Hub und 110 mm Pleul›. Einlasszeiten ∼ 114 Grad vor OT bis ∼ 75 Grad nach OT.
  • Vergaser: Dellorto PHBH 30 BS› mit Tomaselli Kurzhubgasgriff und CMD Snake Head›. Eine Unterdruck Benzinpumpe Mikuni DF44-210 ist geplant.
    • Hauptdüse: 132
    • Nebendüse: 55
    • Starterdüse: 70
    • Mischrohr: 266
    • Nadel: X2 2. Clip von oben.
    • Schieber: 40
    • Schwimmerventil: 250
    • Filter: Derzeit ein RAMAIR Luftfilter MV-005, schwarz 43mm›
    • Gemischeinstellschraube: 3 ½ Umdrehungen vom Anschlag
    • Standgasschraube: 3 ¼ Umdrehungen vom Anschlag
  • Ansaugstutzen: Polini Ansaugstutzen für Vespa Drehschieber Motoren› mit 6 mm Spacer
  • Zündung: Ducati mit 19 Grad vor OT über Markierung eingestellt. Muss noch geblitzt werden.
  • Auspuff: SIP Performance 1.2 Edelstahl›
  • Kupplung: Am Kupplungskorb mit Ring Verstärkte Cosa 2 Kupplung› mit 23 Zähne Ritzel. Nieten im Innenkorb geschweißt.
  • Getriebe: Kurzer 4. Gang 36 Zähne von Vespa P125X›. Rest original Vespa P200E. 3. Übermaßring mit 0,4 mm Spiel.

Carbon Sitzbank entlacken – Juni 2019

Derzeit wird die SIP Carbon Sportsitzbank› entlackt. Im Laufe der Jahre sind mehrere Lackschichten auf der Sitzbank gelandet. Nun möchte ich zu der originalen Optik zurück. Die dunkle Kohlefaser passt sehr gut zu dem geplanten Grauton des Rahmens und befindet sich in einem sehr guten Zustand. Mit 120er Schleifpapier arbeite ich mich von Hand durch die Lackschichten bis zur Grundierung, dann entferne ich die Grundierung mit 400er Schleifpapier. Schlussendlich wird der Klarlack auf der Kohlefaser mit 1200er Nassschleifpapier polierfertig geschliffen. Insgesamt eine Fusselarbeit. Mittlerweile sind deutlich mehr Carbonstellen freigelegt.

Arbeiten im August 2019

Im August hatte ich etwas Zeit und wollte so viel wie möglich an der P200E schaffen. Insgesamt bin ich ein sehr gutes Stück weiter gekommen, hatte aber auch hier und dort einige Rückschläge. Es musste viel angepasst werden. So wollte der Dellorto Seilchoke in Kombination mit dem Stage6 Chokehebel› nicht richtig funktionieren. In beiden Bauteilen ist eine Rückholfeder. Das wird eine Feder zu viel sein. Die Nut für das Lenkschloss musste neu gebohrt werden. Die Mutter der Lenkerbefestigungsschraube war zu breit und musste an den Flanken reduziert werden.

Zylinderkopf Montage

Im Frühling 2019 hatte ich bereits die Zylinderkopfdichtung plan geschliffen› und somit das geometrische Verdichtungsverhältnis von 9,4 zu 1 auf 11 zu 1 vergrößert. Nach mehreren Quetschkantentests konnte ich nun den Zylinderkopf endgültig montieren.

 

 

Vergaser Reinigung

Die Kanäle im Vergaser wurden mit Bremsenreiniger durchgespühlt und anschließend ausgeblasen. (Foto: Wespenblech Archiv)  Nach der Reinigung sah der Vergaser aus wie neu. Mittlerweile sitzt der Vergaser 18 Jahre auf dem Motor. (Foto: Wespenblech Archiv)

Nach knapp 2 Jahren wurde es Zeit für eine Vergaserreinigung. Ich zerlegte den Dellorto PHBH› und stellte fest: Hier muss unbedingt gereinigt werden. Die Schieber-Nadel war dermaßen versifft, dass diese im Mischrohr festklebte und kein Gas mehr gegeben werden konnte. Mit Schleiffliess konnte ich den Dreck von der Nadel problemlos entfernen.

Die Nebendüse war zu. Bei der Hauptdüse und beim Mischrohr gab es zumindest einen kleinen Lichtblick. Verschmockt war auch die Chokedüse. In der Schwimmerkammer lagerte ein undefinierbarer Schmodder. Am intensivsten musste ich am Nebendüsenkanal pusten und immer wieder mit Bremsenreiniger durchspühlen.

Der Chokekanal und der Mischrohrkanal brauchten nur einen Reinigungsdurchgang. Ich benötigte einen halben Tag, um den Vergaser mit Borstenpinseln, Druckluft und Reinigungsdrähten wieder auf Vordermann zu bringen. An der Vergaserbedüsung hatte sich nichts verändert:

  • Hauptdüse 132
  • Nebendüse 55
  • Mischrohr 266
  • Schwimmerventil 250
  • Nadel X2, 2. Kerbe von oben
  • Schieber 40

Fazit: Der Vergaser muss bei wenig Laufleistung  1 mal im Jahr gereinigt werden. Eine Reinigung alle 2 Jahre ist eine zu lange Zeitspanne. Durch lange Standzeiten bilden sich Ablagerungen in den Düsenkanälen, welche die Zerstäubung des Benzins und die Mengenzuführung beeinträchtigen.

Montage des Seilzugchokes

Nach der Reinigung des Vergasers wurde der Seilzugchoke endgültig verbaut. Dazu aber mehr in einem anderen Beitrag.

Vergaser einstellen

Der Vergaser wurde nach der Reinigung neu eingestellt. Dazu mehr in einem anderen Beitrag›.

Umbau des PX Lusso Steuerrohres auf PX alt Lenkradschloss

Da mein Steuerrohr PX Zwitter für die PX alt eine eingelaufene Achse hatte, musste ich umsteigen auf ein Steuerrohr PX Lusso. Problem: Der Sitz des Lenkradschlosses ist unterschiedlich.

Auf diesem Foto erkennt man sehr gut die neu gebohrte und gefeilte Nut für das PX alt Lenkradschloss. Ich werde diese Bohrung in Richtung Kotflügel noch ein paar Millimeter erweitern. Im Nachhinein fiel mir auf, dass die Nut des Lenkradschlosses PX alt auf gleicher Höhe sitzt, wie das Lenkradschloss PX Lusso. (Foto: Wespenblech Archiv)   Immer wieder schob ich das Steuerrohr in den Rahmen um zu prüfen, wie viel Material ich noch weg nehmen musste. Selbst mit Licht war es schwierig, ein übersichtliches Foto zu erstellen. Wenn man genau hin schaut, so wird man im unteren Bereich noch ein wenig Material erkennen, das weg muss. (Foto: Wespenblech Archiv)

Damit ich das Lenkradschloss der Vespa PX alt nutzen konnte, musste ich in das Steuerrohr PX Lusso mit 20 mm Achse eine neue Nut bohren. Das war einfacher gesagt als getan. Mit schwarzem Lack sprühte ich erst einmal durch die Schlossbohrung auf das eingebaute Steuerohr im Vespa Rahmen. Durch diese Markierung wusste ich genau, wo ich später die Nut einbohren musste.

Der Schlossbolzen hat eine Dicke von 7,3 mm. Mit einem 8 mm Metallbohrer bohrte ich zunächst 3 Löcher in das Steuerrohr im Bereich der Markierung durch den schwarzen Lack. Mit einem improvisierten Fräser (Rundfeile) arbeitete ich dann eine durchgehende Nut aus den Bohrungen heraus. Immer wieder musste ich das Steuerrohr einbauen, um zu testen, ob der Schließzylinder schon passt. Schlussendlich flutschte nach etlichen Stunden der Schließzylinder in die Nut und ich hatte ein funktionierendes Lenkradschloss.

Nachdem die neue Nut gefertigt ist, kann das Lenkschloss eingebaut und auch abgeschlossen werden.

Lenkerschraube – Ein altes Problem taucht wieder auf

Auf diesem Foto erkennt man, wie die Einsenkung im Steuerrohr zusammen mit der Einsenkung im Target Drop Bar (roter Kreis) eine Bohrung bilden. Leider fluchtet die Einsenkung des Lenkers nicht mit der Einsenkung im Steuerrohr. Die Lenkerschraube passt nicht durch die Bohrung (siehe Foto).

 

Eine zusätzliche Problemreihe gab es mit dem Target Drop Bar und dem PX Lusso Steuerrohr. Die M10 Schraube mit der viereckigen Spezialmutter wollten sich nicht einschrauben lassen. Gründe dafür gab es mehrere.

Problem 1: Die viereckige M10 Nachbaumutter war zu breit an 2 Flanken. Selbst in einen originalen PX alt Lenker passte die Vierkantmutter nicht hinein. Die Mutter kam in einen Schraubstock und mit einer Feile schrubbte ich das überschüssige Material an den entsprechenden Flanken ab.

Problem 2 lag am Target Drop Bar› selbst: Die kreisrunde Öffnung, durch welche die Lenker-Schraube in die Bohrung geschoben wird, war zu klein im Durchmesser. Eine 17er Stecknuss passt nicht auf die Schraube und in die kreisrunde Öffnung. Hier werde ich wohl den Kopf der Schraube mit einer Feile auf Schlüsselweite 13 oder 14 herunter feilen. Am Lenker will ich kein Material weg nehmen, sonst meckert später noch der TÜV-Mensch.

Problem 3: Der Target Drop Bar› sitzt nicht tief genug auf dem Steuerrohr. Die Bohrung, welche sich aus der Aussparung im Steuerrohr und im Target Drop Bar ergibt, wird somit verkleinert. Das Problem ist mir früher nicht aufgefallen, weil ich einfach eine M8 Schraube mit Mutter genommen habe. Es gab auch keine Probleme mit der Festigkeit des Lenkers auf dem Steuerrohr. Ich werde dieses mal versuchen, die originale M10 Schraube zu benutzen. Wie ich das genau hin bekomme: mal schauen.

Das Problem habe ich im Forum angeschrieben›

Weitere Planung: 17.08.2019

Im Augenblick habe ich mächtig Schrauberlust und Zeit für meine P200E übrig. Doch bevor ich weiter an der Vespa werkel, mache ich mir einen Plan, damit ich gegebenenfalls bestimmte Arbeiten im gleichen Zeitraum erledigen kann. Frei nach dem Motto „Überlege die Dinge, bevor Du beginnst, entdeck die Gefahren und Du gewinnst“:

  • Fußbremse prüfen: Sind Bolzen und Sicherungssplint noch ok?
  • Kupplungszug prüfen: Wie schaut die Führung im Target Drop Bar› aus? Brauche ich noch einen Adapter?
  • Lenkerschraube feilen: Der Kopf wird auf SW 13 reduziert. Eventuell noch die Vierkantmutter feilen.
  • Lenkschlossbohrung nach unten erweitern: Hier fehlten noch wenige Millimeter.
  • Lenkerabdeckung vom Target Drop spachteln und feilen: Einige Unebenheiten müssen noch ausgebessert werden.
  • Schleifarbeiten Rahmen: Da gibt es einiges zu tun.
    • Schleifarbeiten Handschuhfach: Den Altlack mit 400er Schleifpapier anrauen. 
    • Sitzbank entlacken: Der restliche Lack wird endgültig von der SIP Sportsitzbank› entfernt.
    • Seitenhaube Batterie schleifen
    • Rahmen Beinschild schleifen
    • Heck schleifen
  • Gaszug kürzen: Der Gaszug wurde noch nicht auf ein ordentliches Maß gekürzt.
  • Stoßdämpfer prüfen: Schrauben mit Drehmoment anziehen.
  • Kupplungsdeckel prüfen: Eventuell nehme ich hier doch Material weg, damit der Breitreifen mehr Platz hat.
  • Seilzugchoke prüfen: Der Seilzugchoke machte Probleme. Da muss optimiert werden.

28. August 2019 – Neue Lenkkopfschraube für Drop Bar

Der Target Drop Bar› in Kombination mit dem Steuerrohr kann nur schwerlich eine M10 Lenkkopfschraube aufnehmen, wie sie bei originalen Vespa PX Lenkern üblich ist. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, eine M8 Schraube mit M8 Vierkantmutter zu verwenden. Ich hatte hierbei keine Bedenken, denn die Lenkkopfschrauben von alten PX Modellen wurden zwischen Kopf und Gewinde verjüngt, so dass die kaum 8 mm Durchmesser aufwiesen. Und ∼ 30 Nm Anzugsmoment bekommt man auch mit einer M8 Schraube hin. Bei der Montage der Schraube hatte ich nur einen Drehmomentschlüssel bis 25 Nm dabei und konnte die Schraube eben nur auf dieses Drehmoment anziehen, jedoch bin ich mir sicher, dass ich problemlos die 30 Nm mit der M8 Schraube knacken werde.

29. August 2019 – Arbeiten an der Fußbremse

Heute bekam ich tatkräftige Unterstützung durch unseren Hund. Mit scharfem Blick wurden die Arbeiten an der Vespa P200E von ihm verfolgt.

  

Am 28. August hatte ich bereits die M8 Lenkkopfschraube am Target Drop Bar› befestigt. Am 29. würde ich mich um die Fußbremse kümmern. Der Bremszug musste gewechselt werden, denn der alte Zug war schon ziemlich ausgefranst.

Das Bremspedal aus Aluminiumguss war schnell ausgebaut. Im Laufe der Zeit hatte sich an dem Bremspedal jede Menge Straßendreck und Schmodder festgesetzt. Mit Kriechöl wurde das gesamte Bauteil eingesprüht, um es anschließend grob zu reinigen. Der Bremszug wird von einem versplinteten Bolzen gehalten. Leider konnte ich den Bolzen nicht einfach so entfernen, denn dieser war im Bremspedal festgegammelt. Der Bolzen bekam eine extra Portion Kriechöl und wurde erst einmal sich selbst überlassen.

  

Ich kümmerte mich nun um die Elektrik. Neben dem Bremszug erkennt man einen blauen Kasten, den sogenannten Bremslichtschalter. Dieser sorgt dafür, dass der Strom für das Bremslicht weiter geleitet wird, wenn man auf das Bremspedal drückt. Ein roter gefederter Knopf am Bremslichschalter  sitzt direkt am Bremshebelgelenk und stellt eine Verbindung zwischen 2 Pinsteckern her bei gedrückter Bremse. Viel zu tun gab es nicht an diesem Bauteil. Es wurde von mir ausgebaut, zerlegt und dann gründlich gereinigt.

Zerlegter Bremslichtschalter mit Gummidichtung und Schraube. (Foto: Wespenblech Archiv)  

Arbeiten im September 2019

01. – 03. September 2019

Das Wetter eignete sich in diesen Tagen optimal zum Grundieren einiger Bauteile an der Vespa. Der Kotflügel wurde als erstes an einigen Stellen nachgrundiert. Es folgten Bereiche am Rahmen. Die Seitenhaube auf der Batterieseite wurde angeschliffen und komplett grundiert. Leider fehlte mir die Zeit, um den Rahmen am Heck zu grundieren. Das Handschuhfach wartet ebenfalls noch auf seinen Lack. Die Lenkerkopfabdeckung benötigt noch eine Schicht Spritzspachtel, bevor ich diese grundieren kann.

 

Leider muss ich die Vespa in den nächsten Wochen wieder ein wenig ruhen lassen. Ich habe nicht alles geschafft, was ich in meinem Plan aufgeschrieben habe. Auf der SIP Sportsitzbank› sind immer noch Lackreste. Der Gaszug ist noch viel zu lang und anderer Kleinkram blieb auf der Strecke. Ich schätze aber, dass ich Anfang Oktober wieder einen Zeitlücke finde, um an der Vespa weiter zu schrauben. Im Augenblick ist shoppen angesagt. Vorderradbreme und Elektrik sind hier im Fokus.

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