Saison beginnt

Wenn das Wetter wieder wärmer wird, dann lockt es viele Vespafahrer raus.

Endlich ist es so weit. Die ersten Sonnenstrahlen locken uns auf den Asphalt. Die Tage werden länger. Die Saison beginnt. Die Vorfreude auf das Gefühl von Freiheit ist groß. Der Terminkalender füllt sich langsam mit Rollertreffen. Doch bevor es losgeht, überprüft die Vespa zuvor gründlich auf Herz und Nieren.

Achtet besonders da drauf, dass Eure Reifen über die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter verfügen. Des Weiteren prüft vor der ersten Fahrt der Luftdruck und die Bremsen sollten noch ausreichend Belag aufweisen.

Vor der ersten Fahrt sollten sämtliche Flüssigkeiten, wie Bremsflüssigkeit, Motorenöl und Kühlmittel auf Ihren Füllstand geprüft und gegebenenfalls wieder aufgefüllt werden. Achtet darauf, dass sämtliche Bauteile fest mit dem Roller verbunden sind.

Vor der ersten Fahrt sollten auch die Leuchtmittel wie Blinker, Stand- und Abblendlicht auf deren einwandfreie Funktion getestet werden.

Nun kann es auch schon fast losgehen. Für die erste Fahrt empfehlen wir eine ruhige Strecke zu wählen, damit Ihr Euch langsam wieder an Eure Vespa und deren Besonderheiten gewöhnen könnt.

Vespa fahren – Spaß haben und trotzdem sicher unterwegs sein

Anrollern beim Vespa Club Münster. Weitere Informationen zu diesem Event. Termine zum Anrollern in Deutschland, Österreich und bei unseren schweizer Freunden findet Ihr hier.

Vespa fahren gehört zu den schönsten und reizvollsten Dingen auf der Welt. Dennoch ist die Gefahr eines Unfalls – bezogen auf die Personenkilometer – weitaus höher als beim Fahren mit einem PKW. Damit Ihr stets sicher an Euer Ziel gelangt, haben wir in unserem Beitrag einige nützliche Tipps für Euch zusammengetragen, die dabei helfen sollen, immer sicher anzukommen.

In unserem Beitrag geben wir Euch hilfreiche Informationen zur richtigen Sichrheitsbekleidung, zur richtigen Blickführungen und möchten Eure theoretische Einblicke in das richtige Lenk- und Bremsverhalten in unterschiedlichen Situationen geben. Auch auf das Fahren bei besonderen Bedingungen wollen wir in diesem Artikel eingehen.

Vor der Fahrt – die richtige Sicherheitsbekleidung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl der richtigen Sicherheitsbekleidung. Während die Auswahl des Helms für viele Fahrer besonders wichtig ist, wird bei der Bekleidung häufig viel weniger nachgedacht. Für kurze Strecken oder bei der Fahrt mit Smallframes verzichten viele Leute sogar ganz auf spezielle Sicherheitsbekleidung. 🙁

Schön bunt: Die neue Vespa Bekleidungs-Kollektion von Piaggio auf der Eicma-Motorradmesse. Ist sie auch sicher?

Doch genau hier liegt der Fehler. Laut einer Studie des ADAC passieren knapp 70 Prozent aller Zweiradunfälle innerorts bei vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten. Trotzdem entstehen hier häufig größere Verletzungen, da die Fahrer sich nicht ausreichend geschützt haben.

Bei der Auswahl der Bekleidung solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass die Bekleidungsstücke wie Helm, Hose, Jacke und Motorradstiefel und Handschuhe nach der aktuellen ECE Norm getestet sind. Der Helm muss optimal sitzen, da er ansonsten keinen Schutz bietet. Um Eure Sichtbarkeit zu erhöhen, eignen sich insbesondere kontrastreiche Kleidungsstücke.

Die Piaggio 2018er Kollektion an Bekleidungen für die Vespa mag zwar oft kaum Protektion bei Stürzen geben, jedoch ist diese im Bezug auf die grellen kontratreichen Farben ein Garant dafür, dass ihr im öffentlichen Verkehr auffällig seid. Und wer sich von seiner verwitterten coolen braunen Lederjacke nicht trennen will, der sollte zumindest eine Warnweste mit Signalfarbe tragen.

Lederkleidung

Moderne Lederkleidung bietet einen sehr guten Schutz und muss sich in Sachen Bewegungsfreiheit und Atmungsaktivität nicht vor textilen Konkurrenten verstecken. Idealerweise bestehen diese dann aus einem mindestens 1,2mm starkem Leder. Moderne Gerbtechniken lassen die Lederbekleidung heutzutage deutlich wetterfester machen als noch vor einigen Jahren.

Richtig geschützt – Dann kann es losgehen!

Wer nach einer langen Winterpause wieder zurück auf die Vespa steigt, stellt oftmals fest, wie anstrengend die Wespenblechkutscherei doch ist. Eine gewisse Grundfitness ist Voraussetzung für sicheres Fahren. Achtet darauf, dass Ihr Euch vor einer Fahrt nicht unnötig durch zu fettreiches Essen belastet und legt während den ersten Touren häufiger mal Pausen ein. Nehmt eine geeignete Sitzposition ein.

Kurven, Schräglagen und Co. – so habt Ihr Eure Vespa jederzeit im Griff

Hand aufs Herz: Kurven sind beim Rollerfahren das Schönste. Allerdings bergen Sie auch einige Gefahren. Damit Ihr stets sicher ans Ziel kommt, haben wir hier einige Tipps zusammengefasst, damit Ihr Eure Wespen auch in der gewaltigsten Schräglage stets im Griff habt.

In der theoretischen Führerscheinausbildung wird das richtige Verhalten während der Kurvenfahrt immer wieder rein gebüffelt. Vor der Kurve anbremsen, einlenken und am Scheitelpunkt wieder beschleunigen. Hört sich ja eigentlich gar nicht mal so schwer an. Allerdings spielen in der Praxis einige Faktoren wie Fahrbahnbeschaffenheit, die Dynamik des Rollers und Schräglage eine wichtige Rolle.

Fahren unter besonderen Bedingungen – Nässe, Straßenglätte und Co.

Nasse Fahrbahnen bergen viele Risiken für die Vespa.

Besonders Nässe, Glätte oder verschmierte Fahrbahnen können einer Vespa das Leben schwer machen. Unter diesen Bedingungen ist die Konzentration und die Reaktionsfähigkeit des Fahrers besonders gefragt. Geht immer wachsam vor. Nicht nur die offensichtlichen Gefahren wie Nässe und Co. sind heikel, sondern auch beispielsweise sich spiegelnde Fahrbahnoberflächen oder nasse Fahrbahnmarkierungen bergen ein hohes Sicherheitsrisiko.

Gerade Verschmutzungen sind auf nassen Fahrbahnen sehr schlecht zu erkennen. Deshalb solltet Ihr unter diesen suboptimalen Fahrbedingungen immer eine eher defensive Fahrweise wählen. Das heißt, dass Bremsen, Einlenken und die anschließende Beschleunigung immer behutsamer von statten gehen muss. Denn zu schnelle Reaktionen bewirken immer starke Belastungen, die zu Lasten der Haftung auf der Fahrbahn gehen.

Das solltet Ihr bei Nässe beachten:

  • Fahrt behutsam
  • Vorgänge wie Herunterschalten, Einkuppeln, Bremsen und Beschleunigen sollten sanft erfolgen
  • In Kurven lieber einen Gang höher wählen und aus der Schräglage sanft und gleichmäßig beschleunigen
  • Seit achtsam
  • Achtet auf die richtige Linienwahl
  • Vermeidet ruckartiges Beschleunigen aus der Schräglage
  • Achtet darauf, dass der Bremsvorgang vor dem Einlenken in Kurven abgeschlossen ist.

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Eine besonders heikle Situation bei Nässe kann durch sogenannte Bitumen entstehen. Bitumen sind Bindemittel aus den nicht flüchtigen Bestandteilen von Erdöl. Im Straßenbau wird dieser Stoff gerne bei der Ausbesserung von Straßenschäden verwendet. Bitumenflächen sind richtig rutschig, vor allem bei Nässen. Die Haftung eines Reifens auf einer nassen Bitumenoberfläche ist ähnlich wie auf Glatteis. Seit also absolut wachsam und vermeidet hier alle unnötigen Manöver. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je dunkler eine Straßenoberfläche ist, desto glatter kann sie bei Nässe sein.

Weitere Gefahrenquellen, bei denen Ihr besonders behutsam fahren solltet:

In Baustellenbereichen sind die Fahrbahnen sehr häufig verschmutzt. Dies gilt auch für Zuwegungen für die Landwirtschaft. Wenn zum Beispiel solche Verschmutzungen nass werden, kann schnell ein sehr rutschiger Film auf der Straße entstehen. Hier solltet Ihr besondere Vorsicht walten lassen.

Um bei den Baustellen zu bleiben: Häufig wird Rollsplit oder Sand in das Bindemittel der reparierten Fahrbahnoberfläche eingekehrt. Das überschüssige Material stellt besonders für Vespas ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Achtet während der Fahrt unbedingt auf solche Verkehrsstellen, damit Ihre Fahrt nicht mit einem Sturz endet.

Gerade wenn die Saison beginnt, sollten sich Vespafaherinnen und Fahrer darauf einstellen, dass hier und da noch die Gefahr von Glatteis herrscht. Besonders auf Brücken kann die Fahrbahnoberfläche auf einmal tierisch glatt sein. Das liegt daran, dass der Boden nicht isoliert ist und anders als bei der Landstraße die Kälte von unten die Fahrbahn deutlich schneller vereisen lässt.


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