In Deutschland benötigen Kraftfahrzeuge für ihre Zulassung und Inbetriebnahme grundsätzlich eine gesetzliche Erlaubnis, die sogenannte Betriebserlaubnis. Sie bestätigt, dass Fahrzeug und Fahrzeugteile die nationalen Vorschriften erfüllen. In einigen Situationen wird eine Betriebserlaubnis für Einzelfahrzeuge benötigt, die speziell nur für ein bestimmtes Fahrzeug gilt. Um diese zu erhalten, muss ein Vollgutachten nach §21 StVZO erstellt werden. 

Die Einzelbetriebserlaubnis samt Vollgutachten wird benötigt, wenn:

  • Das Fahrzeug selbst im Eigenbau hergestellt wurde
  • Das Fahrzeug keinem genehmigten Typ angehört
  • Das Fahrzeug in einer Kleinserie produziert wurde
  • An dem Fahrzeug entscheidende bauliche Veränderungen/Umbauten vorgenommen wurden
  • Das Fahrzeug ohne EG-Typgenehmigung aus dem Ausland importiert wurde
  • Dem Fahrzeug die Übereinstimmungsbescheinigung \“Certificate of Conformity (COC)\“ fehlt
  • Die Betriebserlaubnis von dem Fahrzeug erloschen ist
  • Ein stillgelegtes Fahrzeug nach sieben Jahren aus dem Verkehrsregister gelöscht wurde und wieder zugelassen werden soll
  • Zu dem Fahrzeug keine oder keine gültige Zulassungsbescheinigung Teil II vorhanden ist
  • Das Fahrzeug für das Oldtimergutachten nach § 23 StVZO ein Vollgutachten nach § 21 StVZO benötigt

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Häufige Ursachen für die „21er“ bei der Vespa

Ein Vollgutachten nach § 21 StVZO wird häufig nach Tuningprojekten nötig, da an der Wespe entscheidende bauliche Veränderungen/Umbauten vorgenommen wurden. Eine Einzelabnahme reicht hier nicht aus, da mehrere Bauteile am Motor verändert wurden. Diese neuen Bauteile müssen vom Begutachter umfänglich geprüft werden. Er muss unter anderem Berichte über die Festigkeit des Materials und/oder Berichte über die Materialeigenschaften einsehen und die Verwendungsfähigkeit prüfen. 

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