Bild 1: Defektes CDI Massekabel an einer Vespa PK 50 XL 2. (Foto: Sascha Stüven)

Das Problem taucht immer wieder auf bei der Motorrevision: Das Kabel der CDI ist defekt oder kaputt. Entweder es ist abgerissen oder kurz davor abzureißen, weil das Kabel nach einem langen Zeitraum porös und brüchig geworden ist (Siehe Bild 1). Der Bruch findet meist unmittelbar am Knickpunkt statt, also direkt an der Oberfläche der CDI, wo diese ab Werk vergossen ist (Bild 2).

Bild 2: Der Bruch findet meist unmittelbar am Knickpunkt statt, also direkt an der Oberfläche der CDI, wo diese ab Werk vergossen ist (Foto: Benvenuto)

 

Ist das Kabel notwendig? Muss ich das CDI Kabel reparieren?

Die Meinungen, ob das Kabel überhaupt notwendig ist, gehen auseinander: Mal heißt es, der Roller läuft ohne Probleme auch komplett ohne Kabel (was der Autor aus eigener Erfahrung bestätigen kann) andererseits soll es sich bei dem Kabel um eine Art „Masse-Backup“ handeln, falls die andere Masseverbindung verloren geht – ohne CDI-Massekabel soll es dann zu Verschmorungen am Kabelbaum kommen (was der Autor aus eigener Erfahrung bisher nicht bestätigen kann).

CDI Massekabel reparieren oder CDI neu kaufen?

Man kann eine neue CDI kaufen, wenn das Kabel kaputt ist, es ist aber nicht zwingend notwendig. Für alle, die sich wie der Autor entschieden haben, das Kabel zu ersetzen, ohne gleich eine komplett neue CDI zu kaufen, hier ein paar Bilder zur Vorgehensweise:

  • Material: ca. 15cm Kabel (1x1mm² oder 1×1,5mm²), ein Ringkabelschuh d=6mm, Schrumpfschlauch 6/2
  • Werkzeug: Kleiner Schraubenzieher mit Metallkern als Meissel, Hammer, Lötkolben, Lot und Fett, Heißluftfön, Heissklebepistole, Abisolierzange
  • Dauer: ca. 45 min (inkl. Fotos)
  • Vergussmasse um den Kabelstumpf herum vorsichtig „aufmeisseln“ und Kabelansatz „ausgraben“, möglichst so tief, dass man alle Adern erwischt – oft sind oberirdisch schon welche abgebrochen

(Foto: Benvenuto)

(Foto: Benvenuto)

  • Kabel: an das eine Ende wird der Ringkabelschuh gequetscht, der Autor hat ihn zusätzlich noch verlötet und mit Schrumpfschlauch am Kabelansatz versehen, jetzt den Schrumpfschlauch für die CDI-Seite schon mal drüberschieben, das andere Ende wir nur abisoliert und mit dem freigelegten Originalkabelstumpf verlötet (nicht an Lötfett sparen, damit alles gut verläuft)
  • den vorher positonierten Schrumpfschlauch kann man jetzt bis ganz runter in die im Verguss gebuddelte Mulde schieben und dort schrumpfen (ich habe zwei Lagen verwendet) damit ein steifer Knickschutz entsteht

(Foto: Benvenuto)

  • abschliessend kann das Ganze mit Heissklebemasse o. ä. vergossen werden (am besten, man baut sich eine Art „Schalung“, damit die Vergussmasse nicht vorne runterläuft und ganz nach hinten sollte sie auch nicht laufen, weil da die Gummitülle der Anschlussstecker in Richtung Kabelkästchen noch drüber will – fertig.

(Foto: Benvenuto)

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